Prüfungen

Zwischenprüfung

Vor Beendigung des zweiten Ausbildungsjahres wird die sogenannte „Zwischenprüfung“ durchgeführt.

Sie dient der Feststellung des Ausbildungsstands und soll nicht nur den Auszubildenden , sondern auch den Ausbildern  verdeutlichen, wo noch Lücken sind, was wiederholt werden muss und welche Fertigkeiten und Kenntnisse vor der Abschlussprüfung noch erworben werden müssen.

Auch bei verkürzten Ausbildungszeiten ist eine Zwischenprüfung vorgeschrieben. Umschüler können an dieser Zwischenprüfung teilnehmen, was wir sehr empfehlen, müssen aber nicht.

Der Inhalt der Zwischenprüfung wird  nach der Ausbildungsverordnung von der Prüfungskommission festgelegt und richtet sich nach den, im Rahmenlehrplan hinterlegten Anforderungen.

Die Zwischenprüfung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil, der höchsten drei Zeitstunden dauern darf, müssen Fragen schriftlich beantwortet werden. Im praktischen Teil sind in maximal 7 Zeitstunden drei vorgegebene Werkstücke zu fertigen. Für die ordnungsgemäße Durchführung ist im Bereich Kassel-Marburg-Fulda die Zahntechniker-Innung Kassel zuständig und verantwortlich. Nur wer an der Zwischenprüfung teilgenommen hat (außer Umschüler), ist auch zur Teilnahme an der Gesellenabschlussprüfung berechtigt.

Gesellenprüfung

Die Gesellenprüfung besteht aus zwei, manchmal auch drei Teilen - dem praktischen Teil, dem schriftlichen Teil und auf Antrag des Prüflings bei knappem Ergebnis zwischen Bestehen und Nicht-Bestehen, dem mündlichen Teil.

Die Zulassung zur Gesellenabschlußprüfung müssen alle Auszubildenden innerhalb einer bestimmten Frist und in vorgegebener Form bei der Handwerkskammer Kassel beantragen. Die dafür erforderlichen Unterlagen werden den Auszubildenden durch die Berufsschule und dem Ausbilder durch die Innung rechtzeitig zugestellt. Folgende Unterlagen sind bei der Anmeldung zur Gesellenprüfung mit abzugeben:

       1.    Ausbildungsbestätigung
       2.    das letzte Berufsschulzeugnis in Kopie
       3.    Bescheinigung über die Teilnahme an der Zwischenprüfung
       4.    Berichtsheft
       5.    Bescheinigungen der Teilnahme an den Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen (ÜLu)

Die Prüfungskommission setzt die Prüfungstermine an und informiert sowohl die Auszubildenden als auch die Ausbilder entsprechend. Die Prüfungstermine sind unbedingt wahrzunehmen. Eine Verlegung, besonders des praktischen Prüfungstermins, ist lediglich beim Nachweis von Krankheit oder höherer Gewalt möglich.

Die Mitglieder der Prüfungskommissionen sind gewählt oder werden berufen. In der Kommission sitzen paritätisch verteilt je ein Vertreter der Arbeitnehmer, ein Vertreter der Arbeitgeber und ein Vertreter der Berufsschule.

In der praktischen Prüfung müssen vom Auszubildenden innerhalb von 27 Zeitstunden drei Werkstücke hergestellt werden und zusätzlich eine Arbeitsprobe innerhalb von insgesamt 5 Zeitstunden durchgeführt werden.

Im schriftlichen Teil werden die Prüfungsbereiche Technologie, Fertigungsplanung und -kontrolle sowie Wirtschafts- und Sozilakunde geprüft.

Im praktisch Teil werden die Ergebnisse wie folgt gewichtet: 25% Arbeitsprobe, 75% Werkstücke. Im schriftlichen Teil liegt die Gewichtung bei: 20% Wirtschafts- und Sozilakunde, 30% Fertigungsplanung und -kontrolle und 50% Technologie.

Das Prüfungsergebnis wird von der Prüfungskommission festgelegt, sobald der letzte Prüfungsteil abgelegt ist. Der Termin für die Bekanntgabe des  Prüfungsergebnisses wird zeitnah mitgeteilt.

Eine Prüfung ist bestanden, wenn im praktischen Teil, im schriftlichen Teil insgesamt und explizit im schriftlichen Prüfungsbereich "Technologie" jeweils die Note ausreichend erzielt wurde.

Wer die Gesellenprüfung nicht besteht, darf sie noch zweimal wiederholen. Es gelten dann immer die Ergebnisse der Wiederholungsprüfungen. Die Wiederholungsprüfung kann frühestens zum nächstmöglichen Prüfungstermin stattfinden.